Lernatmospähre

Für die Kinder ist der Klassenraum zugleich Lern- und Lebensraum. Hier sollen sie zum Lernen angeregt werden und sich in einer positiven Lernumgebung so in ihrem Wesen angenommen fühlen, dass sie sich beim Lernen wohlfühlen können.
Die Lernatmosphäre ist gekennzeichnet von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung, Neugierde auf bisher unbekannte Freiarbeitsmaterialien, dem Stolz auch umfangreichere Arbeiten beendet zu haben, Anteilnahme an anderen sowie Freude an eigenen Erfolgen und den Erfolgen anderer.
Die Kinder nehmen beim Lernen Rücksicht aufeinander und helfen sich gegenseitig. Sie erinnern sich, die gemeinsam erarbeiteten Regeln einzuhalten.
Die Freiarbeitszeit ist eine Zeit des ruhigen und konzentrierten Arbeitens. Durch die vorbereitete Umgebung und die positive Lernatmosphäre kommt es beim Kind zur Polarisation der Aufmerksamkeit.

Die Polarisation der Aufmerksamkeit
Maria Montessori beobachtete bei Kindern, die mit dem didaktischen Material arbeiteten, ein Phänomen: durch den aktiven Kontakt zwischen Kind und Gegenstand kommt es zur besonders intensiven Konzentration der Aufmerksamkeit.

Es gibt drei Stufen:
1. Vorbereitende Stufe: Das Kind wählt das Material
2. Stufe der großen Arbeit: Das Kind arbeitet mit großer Konzentration
3. Stufe der Verarbeitung: Das Kind räumt das Material weg und beendet die Arbeit

Sensible Phasen
Im Verlauf dieser eignet sich das Kind Sachverhalte leicht und ganzheitlich an. Es handelt sich um besondere Empfänglichkeiten, die in der Entwicklung im Kindesalter auftreten. Sie sind von vorübergehender Dauer und klingen danach wieder ab.

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