Die Jahrgangsmischung 1 – 4

»Wir sind an die Schulklasse voller Gleichaltriger so gewöhnt, dass wir die Ungeheuerlichkeit, ja den pädagogischen Widersinn, der in der strengen Altershomogenität liegt, gar nicht mehr wahrnehmen – was es bedeutet, wenn man niemanden über sich hat und niemanden unter sich und die kleine Differenz auf einmal zur großen, beherrschenden wird.«
Hartmut von Hentig, 1975

Die Schüler*Innen unserer Schule lernen gemäß der Montessoripädagogik in altersgemischten Klassen in den Jahrgängen 1, 2, 3 und 4 gemeinsam.

Die Kinder lernen durch die Altersmischung in einem sozialen Umfeld, in dem sie immer wieder die Chance bekommen, unterschiedliche Rollen einzunehmen. Dies entspricht der natürlichen Lebenswelt des Kindes, die auch bestimmt ist vom Zusammenleben von Jüngeren und Älteren, Stärkeren und Schwächeren.

Kinder, die in jahrgangsgemischten Klassen lernen, empfinden weniger Konkurrenz- und Leistungsdruck. Es besteht mehr Akzeptanz und Verständnis für einander sowie ein großes Maß an Hilfsbereitschaft.

Durch das gemeinsame Lernen ergeben sich für die Kindern viele Vorteile. Während der Arbeit mit einem jüngeren Kind wiederholt und vertieft das ältere Kind sein Wissen. Das jüngere Kind profitiert vom Vorwissen des älteren Kindes und beide Arbeitspartner stärken ihr Selbstbewusstsein.

Für die Lehrpersonen bedeutet die Altersmischung einen verstärkten Umgang mit heterogenen Lernzielen und das Eingehen auf individuelle Lernsituationen, da nicht alle Kinder zur selben Zeit die gleichen Lerninhalte bearbeiten. Aus diesem Grund werden unterschiedliche Lernangebote gemacht, die sich an den entwicklungsbedingten Bedürfnissen der Kinder orientieren.

Zusätzlich enthält der Stundenplan der Kinder Einheiten von ergänzendem Fachunterricht, in denen sie in den Fächern wie z.B. Englisch, Mathematik oder Deutsch jahrgangsbezogen unterrichtet werden.

Kommentare sind geschlossen.